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Spuren auf dem Albuch

 

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Die Bohnerzgruben auf dem Wellesberg 

und die Grabhügel im Küpfendorfer Holz

 

Wanderstrecke 4 km

Wanderzeit 1 ½ Stunden

Höhenunterschied 50 m

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(Klicken Sie auf die Landkarte, um eine größere Ansicht zu erhalten, die Sie auch ausdrucken können)

 

Wenige Meter südlich von Küpfendorf finden wir die Erhebung die den Blick auch bei schlechtem Wetter gestattet hinunter zu den beiden Kühltürmen des bayerischen Kernkraftwerkes Gundremmingen im Donautal. Bei sehr klarem Wetter stehen jedoch am Horizont die Berge der Alpen, voran das Zugspitzmassiv.

Wir stehen auf dem Parkplatz am Küpfendorfer Wasserhochbehälter auf 640 Höhenmetern inmitten der Küpfendorfer Feld- und Wiesenflur, die rundum von Wald umgeben ist. Östlich fällt im Wald drunten das Ugental von Süden nach Norden und dahinter erstreckt sich das Brenztal von Norden nach Süden zur Donau hin.

Zwischen unserem Standort und dem heutigen Brenzlauf mäanderte einst auf höherem Niveau die Urbrenz und mündete wenige Kilometer südöstlich in das Molassemeer. Die Küstenlinie ist heute noch deutlich am Kliff (5 km südsüdwestlich) bei Heldenfingen zu sehen.

Was die Urbrenz da und dort hinterließ ist abgelagertes Bohnerz, das vor allem im 16. Jahrhundert auf den Höhen des Albuchs und des Härtsfeldes abgebaut und im Brenztal verhüttet wurde. Haben wir für unsere Kinder ein kleines Behältnis (z.B. ein Kunststoffbecherlein von unserem Film) dabei?

 

Wir haben unsere Wanderschuhe angezogen und gehen wenige Meter südlich, dort teilt sich das Sträßchen in drei Wege. Wir nehmen das im Hochsommer von der blauen Wegwarte gesäumte Kalksträßchen, das auf der Höhe nach Osten führt. Drüben am Waldrand biegt das Sträßchen vor einer Wiese im Bogen nach Süden ab. Wir sind jetzt einen Kilometer unterwegs und zwar auf ausgeschildertem Albvereinsweg nach Bolheim. Nach der Wiese am nun folgenden Waldrand angekommen achten wir auf den nach wenigen Metern links in den Wald hinein abzweigenden ausgeschilderten geschwungenen Waldpfad. Diesen gehen wir hinein. Er schneidet das Waldstück ab, denn wir gelangen nach 300 m wieder zum Waldrand der Küpfendorfer Flur. Diesem Waldrand folgen wir aber nur knappe 100 m und schauen aufmerksam nach unserem versteckt links abgehenden Albvereinsweg. Rückearbeiten im Wald haben den Fußweg teilweise unkenntlich gemacht, deshalb achten wir verstärkt auf das gelbe Wegzeichen (teilweise ist es so angebracht, dass es nur von der entgegengesetzten Richtung zu sehen ist). 250 m geht es südöstlich durch den Wald, einmal etwas verwachsen, bis wir auf ein Kalksträßchen stoßen. Hier geht links, das Sträßchen hinunter, der Albvereinsweg nach Mergelstetten, rechts hinauf geht der Weg nach Gerstetten, wir aber bleiben in unserer Richtung und folgen wenige Meter nach links versetzt dem Albvereinsweg, er ist nur ein ansteigender Erdpfad durch halbhohen Jungwald, der nach Bolheim führt. Auf der Höhe empfängt uns ein grüner Waldweg durch eine neu aufgeforstete Windbruchschneise (Sturm Wiebke), den wir bis zum nächsten Kalksträßchen gehen. Hier verlassen wir den bezeichneten Albvereinsweg und gehen das Sträßchen nach rechts. Wir sind auf dem Wellesberg. Gerade einmal 30 Meter sind es bis zum Hochwald, wo links im Wald die im 16. Jahrhundert ausgebeuteten Bohnerzgruben liegen. Auf den „zweiten Blick“ finden wir auf den Schrägen der „Trichter“ vom Regen ausgewaschene Bohnerzkügelchen, die kleinsten um 1 mm Durchmesser, - für Kinder ist dies wie Ostereiersuchen – doch wir unterlassen unbedingt das Graben.

Bevor wir weitergehen kann hier die Erzählung „Der Erzknappe vom Wellisberg“ gelesen werden, eine etwas düstere Geschichte, die uns aber einstimmt in den nächsten Teil unserer Wanderung.

Wir gehen zurück zum Kalksträßchen und folgen diesem südwärts noch 100 m bis zur Kreuzung. Rechts gegenüber steht etwas tiefer ein Gedenkstein mit Eisenkreuz. in einem Teppich von Immergrün. Der Text auf der kleinen Marmortafel klärt uns auf: „Hier wurde die Frau des Forstwarts Rieg, 23 Jahre alt, von Mergelstetten den 22. Juli 1898 ermordet“.

 

Nun folgen wir rechts bergan 350 m dem Küpfendorfer-Holz-Sträßchen bis zur Einmündung des Hennentalsträßchens. In dieses biegen wir rechts einige Meter ein und schlagen uns dann aber nach links in den Wald hinein: Gleich fällt uns ein Grabhügel aus der Keltenzeit auf und die Kinder werden sagen: ... und noch einer und noch einer ...

Doch dann gehen wir nordwärts hinaus zum Waldrand, folgen diesem nach links bergan und biegen rechts in den nächsten Feldweg ein, der hinüberführt zum asphaltierten Feldsträßchen an dessen Seite ein Wassergraben verläuft: Manchmal, im Frühjahr, führt dieser Graben Wasser und daraus könnte man schließen, dass in diesem Bereich im Mittelalter die Ansiedlung „Uffhausen underthalb Kirpfendorff gelegen“ hat. Vielleicht machen wir uns auf dem Weg zurück zum Auto Gedanken über das einst rege Leben hier oben, wo uns heute nur die Kühltürme drunten im Donautal an unsere hochtechnisierte Zeit erinnern.

 

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Spuren auf dem Albuch

 

Individuelle Wanderungen um Steinheim:

 

Allgemeines

 

Meteorkrater- Rundwanderweg Steinheim

 

Steinhirt und Klosterhof

Wanderzeit ca. 1 Stunde

 

Burgstall und Knillwäldchen

Wanderzeit ca. 1 1/4 Stunden

 

Grabhügel und Stockbrunnen

ca. 8 km

 

Über den Zigeunerweg

Wanderzeit ca. 2 ½ Stunden

 

Die Bohnerzgruben auf dem Wellesberg und die Grabhügel im Küpfendorfer Holz

ca.  4 km

 

Köhlerei

Radwanderung 13 km

Höllental-Köhlerei-Schäfhalde

 

Söhnstetten Sontheim

Radwanderung 19 km

 

Weiherwiesen

Radwanderung 29 km

Tauchenweiler-

Weiherwiesen-Wental

 

Alter Postweg

Radwanderung 25 km

Alter Postweg - Heidhöfe - Gnannenweiler - Klösterle 

 

Familienwanderung

Fuß- oder Radwanderung

eine echte Familienwanderung!

Klösterle - Bibersohl (Hohensohl) - Wental (Mühlgrund) – Wentalweible – Gnannental

 

Die Kelten

Kleine Radwanderung im Stubental und zu den "Kelten"

Radwanderung für unsere Kleinen

ca. 14 km

 

Bronzezeitl. Wälle

Die bronzezeitliche Trilogie.
Drei bronzezeitliche Wälle auf der Ostalb.
 

Heidenheimer Geschirr

zwei Wanderungen zu den ehemaligen Tongruben

 

Steinheim am Albuch (ext.)

 

 

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