Wanderstrecke ca. 8 km
Wanderzeit: 2 ½ Stunden,
Höhenunterschied: 125 m
(Klicken
Sie auf die Landkarte, um eine größere Ansicht zu erhalten, die Sie auch
ausdrucken können)
Wir parken auf dem Steinheimer Parkplatz
bei der Sandgrube (Friedhof) Richtung Sontheim, an der Landesstrasse L
1165. Diese Strasse überqueren wir dort westwärts und gehen ca. 250 m an
der Südseite des Sportgeländes entlang. An der Südwestecke biegt der
„Badweg“ halblinks ab, führt zunächst weitere 250 m durch Felder und
steigt dann durch Wiesen hinauf zum Wald, links begleitet von
Streuobstwiesen und rechts von Hecken eingesäumt. Am Waldrand, wir sind 20
Minuten gegangen, lädt eine Bank zum Verweilen ein. Von hier haben wir
einen herrlichen Rundblick über das Steinheimer Becken und weit nach
Heidenheim zum Brenztal.

Wir treten in den Buchenhochwald ein. Knapp
20 Grabhügel aus der keltischen Zeit empfangen uns. Ursprünglich waren
diese deutlich höher. Alle möglichen Einflüsse, wie von Fuchs- und
Dachsbauten, von Bewaldungen und schließlich von Grabräubern, führten zu
den jetzigen niedrigen Hügelformen. Vielleicht gab es hier in der Nähe
auch eine keltische Viereckschanze. Wir wandern weiter bergan und finden,
kaum 300 m weiter, mitten im Wald, zwei große Wiesen. Die Wiese rechter
Hand würde ganz gut zu unseren keltischen Viereckschanzenvorstellungen
passen. Wir gehen zwischen beiden Wiesen hindurch, den Waldweg entlang und
biegen halblinks in den Wald ein. Den Waldweg rechts, nach 10 m, beachten
wir nicht, aber den nächsten Waldweg, nach ca. 50 m, gehen wir rechts.
Dieser Weg läuft parallel zur großen Wiese nach Südwesten. Am Ende der
Wiese verliert sich der Waldweg fast. Aber nur Mut! Wir gehen den Weg, der
mit jungen Buchentrieben bewachsen ist, leicht rechts, aber doch fast
geradeaus weiter. Bald erkennen wir den Waldweg wieder und gelangen an ein
„Waldeck“, das rechts an einen Acker grenzt und treffen auf ein
Waldsträßchen, das zur Höhe hinaufführt. Einige Meter später können wir
rechts hinauf frei über die fichtenbestandene Heide gehen. Wir gelangen
auf die Höhe der Neuselhalder Heide im Gewand „Stockbrunnen“. Der höchste
Punkt liegt auf über 650 Höhenmetern. Hier können wir auch gut unsere
„Gipfelrast“ einlegen. Wir sind jetzt von Steinheim eine knappe Stunde
gegangen.
Hier ist „historischer Boden“. Es ist
anzunehmen, dass ganz in der Nähe das alte „Stockheim“ lag, eine
„Grenzstation“, vielleicht auch eine Pferdewechselstation. Stockheim war
eine Gründung im frühen Mittelalter (merowingische Zeit unter König
Dagobert 629-639) zur Sicherung des Albüberganges vom Donauraum zum
Neckarraum. Der Weg war schon vorher, im 2. Jahrhundert, von den Römern
neu eingerichtet worden. Später, im Hochmittelalter, mögen hier die
Edelfreien von Böbingen und von Michelstein vom Remstal zur Burg
Michelstein geritten sein. Aber viel früher, lange vor Christus, waren
hier auch die Kelten zuhause. Dazu könnten wir unseren Kindern die
Erzählung über „Die
Grabhügel auf dem Vorderen Grot“ lesen. Von derselben Gegend handelt
die Erzählung „Vorweihnachtszeit
in Stockheim“
Dieses Flurstück hier oben heißt
„Stockbrunnen“ - wo ist dieser jedoch? Wir gehen zurück zu unserem
„Waldeck“ und folgen dem leicht abfallenden Waldsträßchen. Es sind vom
Waldrand wieder ca. 250 m: in einer kleinen Senke linker Hand ist ein
Wasserloch eingefriedet. Die Waldtiere scheinen diesen Brunnen, den
Stockbrunnen, gut angenommen zu haben. Es ist selbstverständlich, dass wir
uns in dieser Gegend besonders ruhig und zurückhaltend bewegen. Unser Weg
führt uns unmittelbar vor dem Stockbrunnen nach links weiter. Die
Wanderrichtung weist jetzt nach Osten. Wir kommen an einigen
Wildfütterungsstellen und, in feuchten Jahren, an natürlichen Tränken
vorbei und gelangen in einen Taleinschnitt, einen regelrechten Holweg.
Diesen gehen wir hinab bis ein Waldsträßchen quert. Vom Stockbrunnen bis
hierher sind 10 Minuten vergangen. Dieses Sträßchen gehen wir ca. 250 m
links bergauf. Den ersten Waldweg, der rechts, aber parallel zum Sträßchen
abgeht, nehmen wir. Nach weiteren 250 m treffen wir wieder auf das
Waldsträßchen, das wir ca. 100 m gehen. Hier biegt das Sträßchen im Bogen
nach links ab. Wir nehmen aber den Waldweg, der geradeaus weiterführt.
Bald darauf sehen wir zwischen den Bäumen im Nordosten unter uns das
Steinheimer Becken liegen. Vom Stockbrunnen bis hierher dürften wir 30
Minuten gegangen sein.
Wir achten jetzt während der nächsten 100
Meter auf einen kleinen Fußweg, der fast parallel links vom Waldweg
abgeht. Dieser Fußweg verläuft auf der Kammhöhe des „Birkel“. Nach 10
Minuten kommt ein Waldweg von links herauf, der in unsere Richtung nach
Osten einschwenkt. Diesem folgen wir 5 Minuten bis zu einem
Fichtenwäldchen, an dem unser Weg links in die Wiesen und Felder hinab-
und nach Sontheim hineinführt. In Sontheim treffen wir auf die
Landesstraße L 1165. Es ist noch 1 km bis zu unserem Parkplatz. Ein
landwirtschaftliches Sträßchen führt links parallel zur Landesstraße
direkt nach Steinheim zu unserem Auto.