Römisches Kastell an der Albkante zwischen
dem Kastell Hammerstadt (Aalen) und Urspring.
Unmittelbar hinter dem nördlichen
Waldstreifen der Weiherwiesen lag das römisches Kastell, annähernd 90 m im
Quadrat mit zwei gegenüberliegenden Toren im Norden und Süden. Die
Umwehrung bestand aus einem Spitzgraben von 4,50 m Breite und 2,20 m
Tiefe.In den Ecken standen Türme, deren mächtige Stützpfeiler tief in den
Boden eingegraben waren. In der Innenfläche standen Schwellbalkenbauten,
die zumindest einmal erneuert wurden, wie die Überschneidungen zeigen. Die
Funde, fast ausschließlich Keramik, stammen vom Ende des 1. und aus der
ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts. Die Anlage bestand demnach gleichzeitig
mit den Kastellen des sog. Alblimes.
Durchgehend enthalten alle
Verfüllungsschichten des römischen Kastellgrabens des Weiherwiesenkastells
handgemachte frühalemannische Keramik der Völkerwanderungszeit. In der
Verfüllung des Kastellgrabens liegen immense Mengen Eisenschlacke, die
auch in dieser Zeit in den Graben gelangte. Die Schlacken müssen also
frühalemannisch oder älter sein. Die größeren Brocken geben sich als
Überreste von kuchenförmigen Gebilden zu erkennen, die im Zentrum 15 cm
stark sind, zum Rand hin ausdünnen und ursprünglich einen Durchmesser von
ungefähr 50 cm hatten. Dazwischen stecken zahlreiche Bruchstücke von
Düsenziegeln und verziegelte Ofenwandungsteile. Die Ziegel hatten eine
Kantenlänge von mindestens 11 cm, die lichte Weite der Düsenöffnung betrug
2 cm. Die Verhüttungsöfen, die diesen Abfall produzierten, standen sicher
in unmittelbarer Nähe. Von diesen ist nichts mehr erhalten. Die obersten
Verfüllungsschichten des Kastellgrabens zeigen dicht bepackt wie ein
Pflaster Schlacken.
2 km w des Herwartsteins,
benannt nach dem Nachkommen Huochings aus
der alemannischen Herzogsfamilie: Wichart, von etwa 850 bis 854 Abt in
Luzern.
Siehe auch unter "Herwartstein".
Urkundlich benannt:
1302 ...Wichartesberge
um 1583 hatte Königsbronn hier eine
Bannweide mit einem Hirtenhaus.
noch im 18. Jhdt. soll hier eine Burg
gestanden haben.
"Siedlung des Wenilo"
Wüstung bei Steinheim, die genaue Lage ist
nicht bekannt.
Es ist anzunehmen, daß Wenelenwilare im
Wental lag, vielleicht im "Mühlgrund" (topogr. Karte 7226). Wenn die
Gründung bis in die fränkische Ausbauzeit zurückreicht, kann der Weiler
königlichen Jagdzwecken gedient haben. (frz.: veneur = Hatzjäger, village
= ländliches Dorf, Weiler)
"... dazu kommen im Laufe des 8. und 9.
Jahrhunderts eine Anzahl von "...weiler-Orten", sowie Siedlungen mit den
Grundwörtern "-berg" und "-sohl".
Urkundlich belegt:
1143: "... in locis ... Wenelenwilare..."
- unter den Gütern des Klosters Anhausen wohl schon seit 1125 oder gar
seit 1113 -
Siedlung im Westen" (siehe Nordheim und
Scheffheim)
Topographische Karte 1:25 000 des
Landesvermessungsamtes Baden Württemberg, 7. Auflage 1994
Nr. 7326 - Heidenheim an der Brenz
Westheim, Planquadrat 77/95
Ehemals selbständige Siedlung w von
Steinheim. In Steinheim aufgegangen.
Aus merowingischer Zeit (7. Jhdt.) sind um
Steinheim (Westheim) zwei Reihengräberfelder bekannt.
In das 7. Jahrhundert fallen die Gründungen
der
"-heim-Orte" (Nord-, Ost-, Süd-(Sont-) und
Westheim, an der Peripherie Scheffheim und Stockheim, mit einer
Zentrumsfunktion des Ortes Steinheim).
Die "orientierten -heim-Orte" gelten als
besonderes Indiz für Königsbesitz.
Urkundlich belegt:
1446 "... von ihrem Dorff Westhain, das
an die Marcktrecht zu Stainhain stosset und in das Halsgericht gehöret
..."
Das Kloster Königsbronn gibt bekannt, daß
das Steinheimer Halsgericht mit verständigen Leuten aus dem Dorf Westhaim
zu besetzen ist.
1471 ... königsbronnische Anwesen in
Westheim ...
In der Landkreisbeschreibung 1999, Band I,
Seite 163, als Wüstungsnamen benannt aber ohne gesicherte Daten.. Die
Güter lagen aber offensichtlich auf Oberkochener Gemarkung.
Urkundlich belegt:
1363 kommen Güter ... am Wollenberg, zu
Seegarten und im Gaintal an das Kloster Königsbronn.