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Spuren auf dem Albuch

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Dreißigjähriger Krieg

Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret.

Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun,

Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Kartaun

hat allen Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret.

Die Türme stehn in Glut, die Kirch ist umgekehret,

Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun,

Die Jungfern sind geschändt, und wo wir hin nur schaun,

Ist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchfähret.

Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut.

Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut,

Von Leichen fast verstopft, sich langsam fortgedrungen.

Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod,

Was grimmer denn die Pest und Glut und Hungersnot:

Daß auch der Seelenschatz so vielen abgezwungen.

(Tränen des Vaterlandes, von Andreas Gruphius, 1636)

 

Nach der Schlacht bei Nördlingen 1634 wird Steinheim völlig eingeäschert.

Die nach der Nördlinger Schlacht 1634 zerstörten Königsbronner Eisenwerke gehen nach dem Wiederaufbau 1650 zum Glocken- und Kanonenguss über.

Mit dem Friedensvertrag 1648 bleibt Steinheim bei Württemberg und damit bis 1945 eine ausschließlich evangelische Gemeinde.

 

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