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Spuren auf dem Albuch

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34.000 Jahre v. Chr. ausgehende Würm-Eiszeit,

Geißenklösterle im Achtal bei Schelklingen

 

Die Knochenflöte vom Geißenklösterle

 

Die Knochenflöte / Adalbert Feiler 05.06.2005

 

Die lange Nacht des Winters weicht!

Sie kommen, die Bringer des Lichts,

die Singschwäne des arktischen Sommers.

 

Die Schmelzwasser der Gletscher

sie rauschen und schleifen und schieben

das zerriebene Sediment der Moränen

zu Tal.

 

Das Ohr der Höhle, die Halle,

nimmt auf was draußen geschieht

und aufmerksam lauschen die Menschen

der äußeren Umwelt.

 

Töne ziehen durchs Tal:

der Abgesang eines Singschwans

für einen entkräfteten alten.

Dann Stille –

nur noch das Rauschen des Flusses.

 

Die Menschen verwenden die Federn,

die Haut und die Knochen des Singschwans.

Sie arbeiten nach vorgegebenem Plan,

nach imaginativen Bildern der Geistwelt,

denn nichts wird geschaffen was nicht zuvor

von den Göttern bedacht war.

 

Die Menschen,

sie nehmen vom Flügel den Knochen

und bohren und schleifen.

Das Rohr nimmt Gestalt an.

 

Da liegt es nun in den Händen:

Ein Knochenröhrchen, fünf Öffnungen.

Wie lang? Eine Handbreit’!

 

Und zaghaft zuerst

setzt an den Mund es, der es geschaffen.

Der Atem strömt durch die Flöte.

E i n  Ton füllt die Halle.

Dann wieder Stille -

eine Offenbarung der Götter,

ein Abglanz der himmlischen Welten!

 

Doch die Ordnung der Sphären

umfasst sieben Stufen,

die achte rundet zur vollen Oktave!

- Hier sind wir verlassen:

wir kennen nicht die Intervalle der Vorzeit.

Waren es drei, waren es vier?

Dort stünde Merkur,

in der Quarte, als Mittler

zwischen dem Mensch und den Göttern.

 

 

 

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Mehr Informationen über die Knochenflöte

 

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