Vorwort
Die Erzählungen "Spuren auf dem Albuch"
eignen sich zum Vorlesen und Einleben in unsere Landschaft, in unsere Fauna
und Flora und in das, was wir unsere Geschichte nennen. Meine noch nicht
schulpflichtigen Enkel Jasmin und Sabrina erwarteten bei jedem ihrer Besuche
in Steinheim "eine Geschichte". Doch geeignete Erzählungen über den Albuch
gibt es kaum. So musste ich mich um Themen bemühen. Beim Studium der
verschiedensten schriftlichen Unterlagen, beim Landkartenstudium und bei
Wanderungen auf dem Albuch, drängte sich mir eine Themenvielfalt auf, die
mich Jahre beschäftigen könnte. So entstanden bald, ich möchte fast sagen,
spontan, Erzählungen für meine Enkel. Bald zeigte sich, dass die Mädchen das
Bedürfnis hatten, das Gehörte - und Gesehene - in Bilder umzusetzen, wobei
ich mich selbst nicht gänzlich enthalten durfte. So entstand gemeinsam die
Illustration dieses Buches.
Damit die Erzählungen nicht "in der Luft"
hängen, habe ich mich verantwortungsvoll an die überkommenen Informationen,
insbesondere an die geschichtlichen Fakten gehalten. Dabei waren die
Dissertation (1952) und die 1997 von Walter Ziegler beim Verlag Anton H.
Konrad herausgegebenen gesammelten Aufsätze des Heidenheimer Historikers
Heinz Bühler eine große Hilfe. Nicht ausschließlich, aber weitgehend sind
die Ausführungen zu "Steinheims geschichtlicher Entwicklung", "Adel und
Burgherren auf dem Albuch" und "Siedlungen auf dem Albuch" aus dieser Quelle
erarbeitet. Darüber hinaus verweise ich auf das umfangreiche
Quellenverzeichnis.
Ich kam nicht umhin, einige auf
wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Vermutungen (insb. Lage von
Orten und Ortsnamen) zu modifizieren, manchmal sogar, fast provokatorisch,
dazu andere Gesichtspunkte einfließen zu lassen. Meine umfangreichen
Recherchen sind in Teil II bis Teil III und Teil V bis Teil VII (für
interessierte Erwachsene) niedergeschrieben. Ausdrücklich weise ich darauf
hin, dass diese Arbeit zwar auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen
beruht, selbst jedoch keinen Anspruch erhebt auf konkrete wissenschaftliche
Aussage. Diese Arbeit soll zu weiterem schöpferischem Denken anregen.
Meine Erzählungen können und dürfen die auf
uns überkommene Sagenvielfalt, die Teil unseres Kulturraumes ist, nicht
ersetzen. Hier sei ausdrücklich herzlichster Dank gesagt an die ernsthaften
Sammler und Herausgeber von Sagensammlungen, vorneweg an Fritz Schneider mit
der Sagensammlung "Die Ostalb erzählt" und an Gerhard Uhde, der viele Sagen
unseres Raumes künstlerisch gestaltet hat.
Sagen eignen sich, nach meiner Erfahrung,
keinesfalls zum Vorlesen für kleinere Kinder. Deshalb wurde versucht eine
Brücke zu schlagen zwischen "Sagenhaftem" und "Aberglauben", zwischen
Geschichtlichem und dem, was die Kinder selber schon gesehen und erlebt
haben oder unmittelbar beim Erwandern unserer Heimat erleben können.
Thematisch wurden die Geschichten so kurz gehalten, dass sie einerseits in
wenigen Minuten erzählt werden können, andererseits aber eine bilderreiche
Stimmung erzeugen, sei es beim Vorlesen zuhause, oder besser, bei einer
Wanderung "vor Ort".
Wenn eine Erzählung, zuhause gelesen, mehr
den Intellekt anspricht, dringt eine Erzählung bei einer Pause während einer
Wanderung, im unmittelbaren Umfeld des Geschehens, in tiefere seelische
Bereiche und es verbindet sich der Inhalt der Erzählung viel intensiver mit
dem konkreten Umfeld.
Die jungen Mütter und Väter möchte ich
ermuntern, zu ihren Wanderungen mit den Kindern die entsprechende Erzählung
aus dem Internet herunterzuladen – die zwei oder drei Seiten haben in jeder
Jackentasche Platz!
Alle diese Erzählungen können eingebunden
werden in Wanderungen um Steinheim, einige auch auf dem geologischen
Wanderweg im Steinheimer Becken.
Die Beschreibung des geologischen Wanderwegs
von Paul Groschopf und Winfried Reiff ist im Rathaus Steinheim erhältlich,
wie auch eine Wanderkarte "Unsere Wälder auf dem Gemeindegebiet Steinheim",
die eine große Hilfe sind bei Wanderungen auf unserer Gemarkung.
Der Verfasser empfiehlt auch die
Topographischen Karten des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg im
Maßstab 1:50000, noch besser im Maßstab 1:25000 und dabei die Nrn. 7225,
7226, 7324, 7325, 7326 und 7426, erhältlich beim Buchhandel.
Die Illustration zu diesem Buch entstand in
Gemeinschaftsarbeit von
Jasmin Feiler, 8 Jahre
Sabrina Feiler, 6 Jahre
und deren Freundin Laura K. 8 Jahre
sowie vom Verfasser.
Adalbert Feiler
Steinheim, den 30. April 2000
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