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Spuren auf dem Albuch

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Menschen im Sachsenhardt

 

Teil II: Karl der Große 742 bis 814 n. Chr.

Teil III: Sachsenhardt

 

Einst waren wir droben im Norden

Ein großes, ein mächtiges Volk!

Wir, die Ostphalen, die Westphalen und Engern.

Nordleute in Holstein, Ostleute bis jenseits der Elbe.

 

Verbunden durch uraltes Wissen,

Gebunden an Altsachsens Heimat!

So sprach Berthold der Dorfalte

Im Kreise der Seinen.

 

Treu waren wir unseren Göttern!

Bis Karl kam, der fränkische König.

Der schleifte die Veste, die Ehresburg,

Samt der Säule des Irmin.

 

Und zwang uns unter das Joch

Der katholischen Kirche.

Und unsere Führer gehorchten -

Zunächst - doch das Volk dachte anders.

 

Aufstände gab es und Kampf gab es neu,

So viermal gegen den König!

Und Wittekind vernichtet am Ufer der Weser

Das Fränkische Heer unter Adalgis und Geilo.

 

Und Karl übt furchtbare Rache:

Gefangene, viertausendfünfhundert,

Lässt er zu Verden -

 hinrichten! *

* wichtiger Hinweis!

Neu brandet der Aufstand!

Gewinnen die Sachsen, die Franken?

Es tobt der Krieg nun

Im zweiunddreissigsten Jahr!

 

Doch wehe! Es sind

Die Männer verblutet, die Frauen entehrt,

Die Kinder sind krank und die Greise verzweifelt

Und  Hunger herrscht allenthalben!

 

Karl,  inzwischen der Kaiser,

Lässt Felder und Wiesen bestellen,

Entwässert die Sümpfe

Und schützt Handelsstraßen.

 

Dazu braucht er Leute!

Erinnert sich unseres

Halsstarrigen Volkes

Und er befiehlt:

 

Zehntausend Sachsen

Mit Weib, Kind und Vieh

Werden südwärts ziehen

In raues unwirtliches Land!

 

Aber sorgsam verteilt,

Eine handvoll Leute pro Dorf,

- mit Tümpeln fürs Vieh -

An den Wegen von hier nach dort.

 

Und so leben wir nun

Am Wegrand des Lebens,

Ferne der Heimat,

Als Fremde geduldet,

So sprach Berthold betrübt,

Im Sachsenhardt hier

Über Südheim,

Bei Erpfenhausen

Und dem ärmlichen Egelstädt.

 

Das Leben ist karg,

Wie lange werden wir

Es noch ertragen?

-  -  -

 

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